Mama arbeitet im Westen – Eine Kindheit in Polen

Dokumentarfilm / Norwegen – Deutschland – Polen / 2014 / 58′

  • Buch:Åse Svenheim Drivenes
  • Regie:Åse Svenheim Drivenes
  • Kamera:Michał Jarosiński, Jacek Gruszka
  • Schnitt:Robert Stengård
  • Vertrieb:Cat & Docs
  • Festivals:DOK Leipzig 2014, Nordische Filmtage Lübeck 2014

Weil die Eltern im westeuropäischen Ausland arbeiten, sind die Brüder Kuba und Mikolaj daheim in Polen ganz auf sich allein gestellt. Den Vater sehen sie selten, und auch die Mutter kann nur alle paar Wochen nach Hause kommen. Dabei ist Kuba erst 13. Ein empfindsamer Junge, dem die Mutter fehlt. Und als hätte er nicht schon genug mit dem Erwachsenwerden zu tun, muss er nun auch die Verantwortung für den kleinen Bruder übernehmen, ihn versorgen, kochen, putzen, Schulaufgaben überwachen. Kein Wunder, dass er hilflos und überfordert ist und immer öfter aggressiv reagiert.
Kuba´s Geschichte steht exemplarisch für die eines modernen Europas. Schätzungen zufolge werden über 100.000 polnische Kinder von Großeltern oder Nachbarn betreut oder sind sogar ganz auf sich allein gestellt, weil Mutter und Vater im Ausland Geld verdienen müssen. Wenn Eltern ihre Kinder verlassen, sie manchmal monatelang nicht sehen, was bedeutet das für die Familien und vor allem für die Heranwachsenden?

In Koproduktion mit Sant & Usant (NO), AMP Polska (PL) und IKON (NL) in Zusammenarbeit mit NRK (NO), MDR und TVP Kultura (PL). Gefördert vom Norwegischen Filminstitut, Fritt Ord Foundation, Arts Council Norway, Polnischen Filminstitut, Krakow Regional Fund, Fund of City of Krakow, Fund of Malopolska Region und Krakow Film Commission. Entwicklung gefördert vom MEDIA Programm der Europäischen Union.

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